Verlagsjournal

Die Götter von Lorec und die Schatten der Unterwelt

In Lorec sind die Götter keine fernen Mythen, sondern mächtige Kräfte, die das Schicksal der Völker bestimmen. Von gütigen Schöpfern bis zu den finsteren Herrschern der Unterwelt – erfahre alles über das Pantheon der Alten Welt.

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In Lorec sind die Götter keine fernen Namen aus alten Liedern. Sie sind Kräfte, die das Leben der Völker geprägt haben. In Tempeln, Gebeten, Schwüren und Legenden begegnet man ihren Spuren. Manche Götter schenken Schutz, Heilung und Hoffnung. Andere bringen Krankheit, Tod und Verderben. Gemeinsam bilden sie ein Pantheon, das tief mit der Geschichte der Alten Welt verbunden ist.

Die schützenden Götter

Sarras – Der Gott der Schöpfung

Er gilt als Ursprung allen Lebens und als jene göttliche Macht, durch die Lorec geformt wurde. Die Legenden berichten, dass die Welt durch die Worte aus seinem Heiligen Buch erschaffen wurde. Wasser entstand aus seinen Tränen, Stahl aus dem Berg der Götter und Feuer aus einem sterbenden Stern. Für viele Menschen, Halblinge und andere Völker ist Sarras bis heute der Gott, zu dem sie in schweren Zeiten beten. Er steht für Schöpfung, Ordnung und die Hoffnung.

Doch Sarras ist nicht nur ein gütiger Schöpfer. Als Tuphertormar das Heilige Buch missbrauchte und die Elben ihren heiligen Auftrag verrieten, nahm Sarras ihnen ihre Unsterblichkeit. Aus den Elben wurden Dunkelelben, gezeichnet von einem Fluch, der sie bis heute an ihren Verrat erinnert.

Kaz-Handar – Gott des Wetters und der Jahreszeiten

Neben Sarras verehren die Zwerge vor allem Kaz-Handar. In ihren Legenden war er einst ein mächtiger König ihres Volkes, bekannt für Weisheit, Mut und Gerechtigkeit. Nach seinem Tod wurde er in das Pantheon aufgenommen. Die Zwerge sehen in ihm ihren Schutzgott, der sie vor den Gefahren der Berge und den Launen der Natur bewahrt. Oft wird er als starker Krieger mit Kriegshammer, Schild und einem blitzgeschmückten Helm dargestellt.

Ebonlor – Gott des Waldes und der Fruchtbarkeit

Er wacht über Pflanzen, Bäume und das Gleichgewicht der Natur. Heiler, Alchemisten und jene, die sich dem Wohl der Natur verschrieben haben, rufen seinen Namen an. In alten Beschreibungen erscheint Ebonlor als majestätisches Wesen mit hirschähnlicher Gestalt, goldenem Geweih und menschenähnlichen Zügen. Wo er wandelt, heilt die Natur. Da er keine Ungerechtigkeit duldet, wird er auch von Suchenden nach Gerechtigkeit angerufen.

Azfaral – Gott des Krieges und der Heilung

Einst von den Kriegern der alten Welt verehrt, schenkte er Stärke im Kampf und Heilung für Verwundete. Mit der Zeit geriet er vielerorts in Vergessenheit. Doch in entlegenen Gegenden gibt es noch immer Anhänger, die zu ihm beten, wenn Schlachten bevorstehen oder wenn Verwundete zwischen Leben und Tod liegen.

Die Schatten der Unterwelt

Die Unterwelt ist das Gegenreich zu Lorec – ein Ort jener Gottheiten, die sich der Finsternis zugewandt haben. Von dort stammen Dämonen, Hochdämonen und Dämonenprinzen, die den dunklen Mächten als Werkzeuge dienen.

Gurkarmar – Gott des Verderbens und der Pestilenz

Er gilt als Herrscher der Unterwelt und versucht seit uralten Zeiten, die Welt der Lebenden zu erobern. Krankheiten, Seuchen, Katastrophen und Plagen werden ihm zugeschrieben. Manche fürchten ihn, andere huldigen ihm in der Hoffnung auf Macht und Reichtum.

Tar – Gott des Todes

In der Sprache der Unterwelt bedeutet sein Name: Heilig sei der Tod. Tar gilt als jener Gott, der den Tod erschaffen hat. Seine Anhänger, vor allem Nekromanten und Okkultisten, suchen in seinen Lehren nach Wissen über das Sterben und nach einem Weg, den Tod zu überwinden. Dafür greifen sie auf das Necronomus zurück, das Buch des Todes, dessen verlorene Ausgaben bis heute gesucht werden.

So ist der Glaube in Lorec immer auch ein ständiger Kampf zwischen Schöpfung und Verderben, Leben und Tod. Die Götter wachen nicht nur über die Welt – sie prägen ihr Schicksal.