Verlagsjournal

Die Zwerge von Lorec: Stolze Bergleute, meisterhafte Schmiede.

Sie sind eines der ältesten Völker in Lorec, tief in den Bergen verwurzelt und berühmt für ihren monumentalen Bergbau: Die Zwerge. Doch wer denkt, Zwerg sei gleich Zwerg, der irrt. Zwischen den eisigen Berginseln der Nord-Zwerge und den prachtvollen Hallen der Süd-Zwerge liegen Welten – verbunden durch die Liebe zu gut

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Stolz, Bier und lange Bärte: Das Urvolk aus den Bergen

Die Zwerge leben vor allem in großen, prächtigen Städten, die unterirdisch in den Bergen angelegt sind. Ihre absolute Leidenschaft ist der Bergbau; ihr Wissen über Mineralogie und Geologie ist unerreicht. Besonders Gold und das wertvolle Edelmetall Mithril haben es ihnen angetan.

Zwerge feiern gern – und das laut! Ein großer Appetit auf Bier und gutes Fleisch gehört einfach dazu. Dass es bei ihren Festen durch Streitereien und Raufereien für Außenstehende oft turbulent oder gar gewalttätig wirkt, stört sie kaum: Nach dem Konflikt wird der Streit einfach schnell bei einem kühlen Krug Bier begraben.

Einig sind sich alle Zwerge beim Thema Bart: Er ist das Symbol für Erfahrung und Ansehen. Je länger der Zopf, desto respektierter der Zwerg. Ihn zu kürzen gilt als die größte Schande und wird sogar als Strafe für unehrenhafte Taten genutzt.

Nord-Zwerge vs. Süd-Zwerge: Zwei Kulturen, eine Herkunft

Die schneeweißen Nord-Zwerge

Im rauen Klima des nördlichen Steinwaldgebirges leben die Nord-Zwerge auf zwei Berginseln im Nebelsee. Die feindselige Natur hat sie geformt:

  • Aussehen: Schneeweiße Haut, weißes Haar, lange Bärte und oft wettergegerbte Gesichter mit furchteinflößenden Tätowierungen.

  • Charakter: Wer sie kennt, weiß: Sie sind zutiefst liebevoll, treu und legen höchsten Wert auf Ehre.

  • Ausrüstung: Sie tragen Leder und viel Fell gegen die Kälte. Metallrüstungen lehnen sie ab. Kriegshämmer nutzen sie nur als Werkzeug – dafür sind sie meisterhafte Schmiede von Breitschwertern und Äxten.

Die stolzen Süd-Zwerge

Die Süd-Zwerge stellen die Mehrheit des Zwergenvolkes und bewohnen das Karar-Gebirge mit ihrer gewaltigen Hauptstadt Kaz-Kardar.

  • Militärpflicht: Jeder erwachsene Süd-Zwerg dient dem König fünf Jahre als Soldat und genießt eine exzellente Ausbildung.

  • Abenteuerlust: Viele zieht es nach dem Dienst als Handwerker, Händler oder als geschätzte Mitglieder von Abenteurergruppen in die weite Welt.

  • Ausrüstung: Im Gegensatz zu ihren nördlichen Brüdern verachten sie Lederrüstungen. Sie schwören auf schwere Metallpanzerung und Kettenhemden.

Isolation im Krieg und der Hass auf die Magie

Während des großen Krieges um das Buch von Sarras blieben die Zwerge neutral. Sie glauben an Kaz-Handar, den Gott des Wetters und der Gezeiten, und fanden es unwürdig, für einen fremden Gott Blut zu vergießen. Aus ihren uneinnehmbaren Festungen sahen sie dem Treiben der Elben und Menschen lediglich zu.

Diese Neutralität hat jedoch ihren Preis: In menschlichen Städten und bei den Dunkelelfen gelten sie heute oft als unerwünschte Gäste, obwohl ihre Schmiede- und Handwerkskunst geschätzt wird.

Zudem verbindet die Zwerge eine tiefe, argwöhnische Abneigung gegen Magie. Zwergenmagier sind extrem selten, werden vom eigenen Volk misstrauisch beäugt und behalten ihr Talent deshalb lieber streng für sich.